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Verantwortungsvolles Spielen

Aktualisiert am

Glücksspiel soll ein Zeitvertreib bleiben. Es birgt reale Risiken: finanzielle Verluste, Verschuldung, Isolation, Sucht. Diese Seite fasst die wichtigsten Hinweise zusammen, um die Kontrolle zu behalten, sowie die in Österreich verfügbaren Hilfsangebote für den Fall, dass Spielen aufhört, Freude zu bereiten.

Die Risiken von Glücksspiel

Der Erwartungswert jedes Casinospiels ist negativ: Auf lange Sicht verliert der Spieler, weil der Vorteil strukturell auf Seiten der Bank liegt. Nach einem Verlust weiterzuspielen, um sich zurückzuholen, was verloren ging, ist der zentrale Mechanismus der Glücksspielverschuldung. Exzessives Spielen kann zu Schulden, familiären Konflikten, Arbeitsplatzverlust sowie Angst- und depressiven Störungen führen. Die Glücksspielstörung ist als Krankheitsbild anerkannt, und entsprechende Behandlungen sind über das Gesundheitssystem zugänglich.

Warnsignale, auf die Sie achten sollten

  • Sie setzen immer höhere Beträge ein, um dieselbe Erregung zu spüren.
  • Sie spielen weiter, um Verluste auszugleichen.
  • Sie belügen Familie oder Freunde über Zeit oder Geld, das Sie für das Spielen aufwenden.
  • Sie nehmen Kredite auf oder greifen Ersparnisse an, die für andere Zwecke gedacht waren, um zu spielen.
  • Sie fühlen sich gereizt oder ängstlich, wenn Sie versuchen, weniger zu spielen.
  • Das Spielen steht vor Arbeit, Ausbildung oder Familie.

Schon ein einziges Anzeichen ist ein guter Grund, innezuhalten und Bilanz zu ziehen. Spielsuchthilfe bietet eine erste kostenlose und anonyme Orientierung.

Grenzen setzen, bevor Sie spielen

  • Ein Budget - legen Sie im Voraus fest, welchen Betrag Sie ohne Konsequenzen verlieren können, und überschreiten Sie ihn nie.
  • Eine Zeit - setzen Sie sich eine Dauer und beenden Sie die Sitzung, wenn diese vorbei ist, egal ob Sie gewinnen oder verlieren.
  • Nie auf Kredit - spielen Sie niemals mit geliehenem Geld oder mit Geld für Miete, Rechnungen oder den Lebensunterhalt.
  • Die Werkzeuge der Anbieter - seriöse Anbieter bieten wöchentliche und monatliche Einzahlungslimits, Sitzungserinnerungen und Pausenzeiten an. Aktivieren Sie diese bereits bei der Registrierung.
  • Keine Verlustjagd - beenden Sie die Sitzung nach einem größeren Verlust. Die Wahrscheinlichkeit des nächsten Spiels ändert sich nicht, um das vorherige auszugleichen.

Selbstausschluss und Spielpausen

Wenn Sie ganz aufhören möchten, bieten die meisten seriösen Anbieter die Möglichkeit, das eigene Spielerkonto direkt zeitweise oder dauerhaft zu sperren. Sie können in der Regel zwischen einer festgelegten Dauer und einer unbefristeten Sperre wählen, die aktiv bleibt, bis Sie ausdrücklich deren Aufhebung beantragen. Spielsuchthilfe unterstützt Sie kostenlos bei der Entscheidung und begleitet Sie bei der Umsetzung, unabhängig davon, bei welchem Anbieter Sie spielen.

Wo Sie in Österreich Hilfe finden

  • Spielsuchthilfe - berät Betroffene und Angehörige kostenlos und anonym, telefonisch, online und vor Ort. Alle Informationen finden Sie unter spielsuchthilfe.at.
  • Suchtberatungsstellen - in jedem Bundesland bieten regionale Beratungsstellen Diagnose, Gespräche und kostenlose Behandlungswege bei Glücksspielstörungen an, auch ohne ärztliche Überweisung.
  • Selbsthilfegruppen - in vielen Städten treffen sich Betroffene und Angehörige in kostenlosen, anonymen Gruppen zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung.

Verboten für Personen unter 18 Jahren

Glücksspiel ist Minderjährigen untersagt, online wie in physischen Räumlichkeiten. Diese Website richtet sich ausschließlich an ein erwachsenes Publikum und veröffentlicht keine Inhalte, die auf Minderjährige abzielen. Wenn Sie Elternteil sind: Kindersicherungssysteme ermöglichen es, den Zugriff auf Glücksspielseiten von den Geräten zu Hause aus zu blockieren.

Verantwortung liegt beim gewählten Anbieter

Welche Werkzeuge zum Spielerschutz konkret zur Verfügung stehen, wie Einzahlungslimits, Sitzungspausen oder Selbstausschluss, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Prüfen Sie die Kontoeinstellungen des von Ihnen gewählten Anbieters und nutzen Sie diese Werkzeuge aktiv. Spielsuchthilfe steht Ihnen unabhängig vom gewählten Anbieter kostenlos zur Seite.

Häufig gestellte Fragen

Ist Glücksspiel für Minderjährige verboten?
Ja. Glücksspiel, auch online, ist in Österreich Personen unter 18 Jahren untersagt. Seriöse Anbieter überprüfen bei der Registrierung die Identität und das Alter jedes Spielers.
An wen kann ich mich wenden, wenn Glücksspiel zu einem Problem wird?
Spielsuchthilfe bietet in Österreich kostenlose und anonyme Beratung bei Problemen mit Glücksspiel. Weitere Informationen finden Sie unter spielsuchthilfe.at.
Wie funktioniert der Selbstausschluss bei Glücksspielseiten?
Viele Anbieter ermöglichen es Ihnen, sich direkt über Ihr Spielerkonto zeitweise oder dauerhaft zu sperren. Spielsuchthilfe berät Sie außerdem zu den verfügbaren Möglichkeiten und begleitet Sie bei der Umsetzung.
Kann ich Einzahlungslimits festlegen?
Viele Anbieter erlauben es Ihnen, in den Kontoeinstellungen tägliche, wöchentliche oder monatliche Einzahlungslimits festzulegen. Nutzen Sie diese Möglichkeit bereits bei der Registrierung, um die Kontrolle über Ihr Spielverhalten zu behalten.